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Nahrungsbestandteile
der menschlichen Ernährung
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Als Voraussetzung für eine Gesunderhaltung
des Körpers spielt nicht nur die tägliche Energiezufuhr und der
Gesamt-Energiegehalt der Nahrung eine Rolle, sondern auch die
Zusammensetzung. Nahrungsmittel entstammen entweder dem Tier- oder dem
Pflanzenreich und enthalten eine unterschiedliche Zusammensetzung der
Nährstoffe.
Zu den Nährstoffen gehören:
Eiweiß
Fette
Kohlenhydrate
Vitamine
Mineralstoffe (Mengen- und
Spurenelemente)
Ballaststoffe (Cellulose,
Hemicellulose, Lignin)
Weitere Nahrungsbestandteile sind z.B.:
Farbstoffe (Blattgrün), Duftstoffe (Röststoffe), Geschmacksstoffe,
sekundäre Pflanzenstoffe, Wasser, Cholesterin, Harnsäure.
Eiweiß, Fett und
Kohlenhydrate zählen zu den lebensnotwendigen und energieliefernden
Nährstoffe, während Mineralstoffe und Vitamine lebensnotwendig sind,
aber ohne Energie.
Ballaststoffe, Farb-, Duft- und
Geschmacksstoffe sind funktionell wichtige Nahrungsinhaltsstoffe. Aber
nicht nur die eizelnen Nährstoffe, sondern auch der Nährstoffgehalt und
der Energiegehalt sind Maßgebend für eine Bewertung eines
Nahrungsmittels. |
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Nährstoffdichte
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Die Nährstoffdichte eines Nahrungsmittels
ist das Verhältnis vom Nährstoffgehalt bezogen auf die Energie.
An Hand der Nährstoffdichte läßt sich
die Qualität eines Lebensmittels und somit der gesundheitliche Wert
beurteilen. Je höher die Nährstoffdichte ist, um so günstiger ist das
Verhältnis zwischen dem Nährstoff- und dem Energiegehalt.
Sie kann nach folgender Formel berechnet
werden:
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Nährstoffdichte
(µg,mg,g)=Nährstoffgehalt (g,mg,µg pro 100g)/Energiegehalt (kcal)
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Die Nährstoffdichte ist ein wichtiges
Kriterium, wenn es um eine energiebegrenzte Ernährung (z.B.
Reduktionskost) geht, die aber dennoch alle Nährstoffe in ausreichender
Menge enthalten soll. Um in diesem Fall ausreichend versorgt zu sein, muß
der Speiseplan überwiegend Lebensmittel mit hoher Nährstoffdichte
enthalten.
Beispiel:
Eiweißgehalt von unterschiedlichen
Fleischstücken (Schweinefilet und Schweinebauch)
| Schweinefilet, 100g: |
21,5g Eiweiß/104 kcal = 0,21 g/kcal |
| Schweinebauch, 100g: |
14,0g
Eiweiß/385 kcal = 0,04 g/kcal |
Die Nährstoffdichte in Bezug auf Eiweiß
liegt bei Schweinefilet mit 0,21 g/kcal höher als bei Schweinebauch mit
0,04 g/kcal.
Energiegehalt der
Nährstoffe:
Der Energiegehalt der Lebensmittel wird
in Kilojoule bzw. Kilokalorien angegeben. Werden Nährstoffe im Körper
„verbrannt“, so wird Energie frei.
Die Nährstoffe Eiweiß, Fett,
Kohlenhydrate und Alkohol enthalten unterschiedlich hohe Energiewerte
|
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Energiegehalt der
Hauptnährstoffe
|
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1g
Eiweiß
|
4,2
kcal
|
|
1g Fett
|
9,3
kcal
|
|
1g
Kohlenhydrate
|
4,2
kcal
|
|
1g
Alkohol
|
7,0
kcal
|
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1 Gramm Fett liefert
mehr als doppelt so viel Energie wie die gleiche Menge Eiweiß oder
Kohlenhydrate!
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Nährstoffe
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Eiweiß
Eiweiß (chemisch: Protein) wird aus
verschiedenen Aminosäuren aufgebaut. Acht dieser Aminosäuren kann der
menschliche Organismus nicht selber synthetisieren (herstellen) und ist
somit auf die Zufuhr über die Nahrung angewiesen. Diese Aminosäuren (Lysin,
Methionin, Threonin, Isoleucin, Valin, Leucin, Phenylalanin und Tryptophan)
nennt man essentiell. Die einzelnen Zellen des Organismus bestehen zum
Großteil aus Proteinen, die einem kontinuierlichen Auf- und Abbau
unterliegen. Somit müssen ständig dem Körper und damit den einzelnen
Zellen neue Aminosäuren zugeführt werden.
Eiweiß kommt in tierischen und
pflanzlichen Lebensmitteln vor. Das tierische Protein ist für den
Menschen wertvoller (besitzt eine höhere „biologische Wertigkeit“),
da es dem menschlichen Aminosäurenmuster ähnlicher ist und daher aus
tierischem Protein leichter körpereigene Substanz aufgebaut werden
kann.
Die tägliche Nahrung sollte jedoch aus
einer Mischung an tierischem und pflanzlichem Protein zusammengesetzt
sein.
Die wichtigsten Eiweißlieferanten
unserer Ernährung sind: Fleisch, Fisch, Eier, Milch und Milchprodukte
(Joghurt, Quark, Frischkäse etc.), Sojaprodukte (Tofu, Sojamilch etc.),
Hülsenfrüchte, Getreide, Getreideprodukte und Kartoffeln.
Fette
Fette (chemisch: Lipide) bestehen aus dem
dreiwertigen Alkohol Glycerin und maximal drei Fettsäuren. Fette
enthalten eine Reihe von Bestandteilen, wie die fettlöslichen Vitamine
(A, D, E, K) und das Cholesterin, welches nur in tierischen Fetten
vorkommt.
Die Anzahl und die Art der Fettsäuren
bestimmt die Eigenschaften eines Fettes und die Bedeutung für den
menschlichen Körper Hauptcharakteristika der Fettsäuren sind
Kettenlänge (Anzahl der Kohlenstoffatome):
bis zu 4 Kohlenstoffatomen (C-Atome)
werden als kurzkettige Fettsäuren (z. B.in der Milch),
6 bis 12 C-Atomen
als mittelkettige Fettsäuren (z. B. in der Milch) und
mehr als 12
C-Atomen als langkettige Fettsäuren (z. B. in Ölen) bezeichnet
und
Sättigungsgrad (Anzahl der nicht mit Wasserstoff gesättigten
Bindungen):
ohne Doppelbindungen werden sie
gesättigte Fettsäuren (z. B. in Fleisch- und Wurstwaren) bezeichnet,
mit
nur einer Doppelbindung werden sie einfach ungesättigt oder
Monoenfettsäuren (z.B. in Olivenöl) genannt und
mit zwei oder mehr
Doppelbindungen mehrfach ungesättigt oder Polyenfettsäuren (z.B. in
Sonnenblumenöl) bezeichnet.
Mit der Nahrung aufgenommene Fette dienen
der Energieversorgung und als Speicherfett. Einige mehrfach ungesättigte
Fettsäuren sind für den menschlichen Organismus essentiell und müssen
über die Nahrung zugeführt werden. Diese dienen unter anderem dem Aufbau
der Zellmembranen und als Ausgangssubstanz für die Prostaglandinsynthese.
Der Organismus vermag überschüssige
Energie, z. B. aus Kohlenhydraten und Alkohol, in der Leber zu Fetten
umzubauen und dieses dann als Depotfett zu speichern. Depotfett ist in
geringen Mengen für den Körper lebensnotwendig z. B. als Schutz für
innere Organe. In größeren Mengen führt es zu Übergewicht und bedeutet
eine Belastung für Herz und Kreislauf.
Kohlenhydrate
Die Kohlenhydrate spielen in der
menschlichen Ernährung von allen Nährstoffen die wichtigste Rolle. Sie
sind für den Organismus leicht verwertbar und der bevorzugte
Energielieferant.
Sie werden unterschieden nach der Anzahl
der Moleküle:
Monosaccharide besitzen nur ein Molekül,
Disaccharide
bestehen aus zwei gleichen oder zwei unterschiedlichen Monosacchariden
oder
Polysaccharide mit vielen verknüpften Monosacchariden.
Die wichtigsten Nahrungsquellen für
Kohlenhydrate sind: Kartoffeln, Reis, Nudeln, Obst, Gemüse, Milch und Süßigkeiten. Besonders Süßigkeiten bestehen vorwiegend aus
Monosacchariden, die aufgrund ihrer geringen Nährstoffdichte als „leere
Kalorien“ bezeichnet werden.
Vitamine
Nach offizieller Definition sind Vitamine
organische Verbindungen, die der Organismus nicht oder nur in
unzureichender Menge synthetisieren (herstellen) kann. Sie müssen im
Vergleich zu den anderen Nährstoffen nur in geringen Mengen zugeführt
werden und werden nur zu einem geringen Teil im Energiestoffwechsel
abgebaut.
Die Vitamine werden im Organismus für
die Ausübung und die Aufrechterhaltung physiologischer
(lebensnotwendiger) Funktionen benötigt. Die einzelnen Vitamine sind
weder chemisch noch funktionell miteinander vergleichbar. Sie können sich
deshalb in ihrer Funktion auch nicht gegenseitig ersetzen.
Unterschieden werden die Vitamine wie
folgt:
die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K
und
die wasserlöslichen Vitamine B1, B2, B6, B12, Biotin, Folsäure,
Niacin und Panthotensäure.
Wichtige Nahrungsquellen für die
verschiedenen Vitamine sind: frisches Obst, frisches Gemüse und Vollkornprodukte.
Mineralstoffe
Mineralstoffe sind anorganische
Bestandteile unserer Nahrung. Auch sie sind lebensnotwendig, mit
vielfältigen Aufgaben für Wachstum und Stoffwechsel.
Aufgrund des mengenmäßigen Anteils im
Körper unterscheidet man zwischen:
Mengenelementen (> 50 mg/kg
Körpergewicht) und
Spurenelementen (< 50 mg/kg Körpergewicht).
Zu den Mengenelementen werden die Metalle
Natrium, Kalium, Calcium und Magnesium, sowie die drei Nichtmetalle Chlor,
Phosphor und Schwefel gezählt.
Die Spurenelemente umfassen Arsen, Cobalt,
Chrom, Kupfer, Fluor, Eisen, Jod, Mangan, Molybdän, Nickel, Selen,
Silicium, Zinn, Vanadium und Zink.
Eisen nimmt in dieser Auflistung eine
Ausnahmestellung ein, da es streng genommen nicht zu den Spurenelementen
gehört. Es ist mit ca. 60 mg/kg Körpergewicht im Organismus anzutreffen
und gehört demnach zu den Mengenelementen.
Die Mineralstoffe haben eine Vielzahl an
biologischen Funktionen. So spielen die Elektrolyte (Na+,
K+, Ca2+, Mg2+, Cl-, HPO42-,
SO42-) als Ladungsträger eine wichtige Rolle im
Wasserhaushalt des Organismus.
Ballaststoffe
Ballaststoffe umfassen diejenigen
Bestandteile pflanzlicher Lebensmittel, die von den Dünndarmenzymen des
Menschen nicht abgebaut werden können und somit den Dickdarm erreichen
und dort unter anderem für eine ausreichende Füllung sorgen.
Die Komponenten der Ballaststoffgruppe
sind:
Stütz- und Strukturelemente der Pflanzenzellen (Cellulose,
Hemicellulose und Lignin) und
natürliche Quellstoffe (z. B.
Pektin).
Ballaststoffe kommen nur in pflanzlichen
Lebensmitteln vor, hauptsächlich in Getreide und
Vollkorn-Getreideprodukten, Gemüse, Obst und Hülsenfrüchten.
|
|
Tab.1: Nährstoffe und deren
Aufgaben und Mangelzustände im Organismus
|
|
Nährstoff/Wirkstoff
|
Aufgaben im
Organismus |
Mangelzustände |
|
Eiweiß |
Aufbau der Körperzellen
Erhalt der Körperzellen |
Störung der körperlichen und
geistigen Entwicklung
Störung der Leistungs-fähigkeit
Nachlassen der Wiederstandsfähigkeit |
|
Fett
|
Energielieferant
Lieferant der essentiellen Fettsäuren
Träger der fettlöslichen Vitamine |
Untergewicht
Vitaminmangel der
fettlöslichen Vitamine
ekzematöse Hautkrankheiten |
|
Kohlenhydrate
|
Energielieferant
Aufrechterhaltung der Körpertemperatur |
|
|
Vitamine
|
Regelung von Stoffwechselabläufen
|
Beeinträchtigung der Stoffwechselfunktionen
Diverse Vitaminmangelkrankheiten |
|
Mineralstoffe
|
Aufbau und Erhalt des Organismus
|
Abbau von Körpersubstanz
Spezifische Mangelerscheinungen
|
|
Ballaststoffe
|
Verdauungsfördernde Wirkung
Verhütung von
Darmerkrankungen
Vermeidung von Funktionsstörungen im Darmtrakt
langanhaltende Sättigung
|
Verdauungsstörungen
Begünstigung der Entstehung von Darmkrankheiten
Begünstigung der Entstehung von
Stoffwechselstörungen und Erkrankungen
|
|
Wasser
|
Transport und Lösungsmittel für Nährstoffe etc. (z.B.
Wasserlösliche Vitamine)
Aufbau und Erhalt von Körperzellen
Ausscheidung harnpflichtiger Substanzen |
zurückhalten harnpflichtiger Substanzen
Bluteindickung bis hin zum Kreislaufversagen
Mangel an Nährstoffen |
|
|
Die
Nährstoffrelationen
|
|
Eine ausgewogene Ernährung sollte die
Nährstoffe Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate im angemessenen Verhältnis
enthalten. Ist dies nicht der Fall, kann dies zu ernährungsabhängigen
Erkrankungen führen.
Liegt z.B. der Fettanteil der Ernährung
weit über 30% (in der Bundesrepublik Deutschland laut Studie im
Durchschnitt bei 40%), kann dies zu Übergewicht und
Fettstoffwechselstörungen führen.
Wenn die Kohlenhydratzufuhr weit unter
55% liegt und die verzehrten kohlenhydrathaltigen Nahrungsmittel
zusätzlich arm an Ballaststoffen sind, so kann auch dies Probleme mit der
Sättigung, Verdauensstörungen und Übergewicht verursachen.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung
(DGE) empfiehlt folgende Nährstoffverteilung für Erwachsene:
Fett max. 30%
Eiweiß 10 - 15%
Kohlenhydrate 55 - 60%
|
|
Beispiel
|
|
Energiebedarf 2000kcal -
Nährstoffverteilung 30% F, 10 - 15% Ew, 55 - 60% Kh
|
|
55%
Kohlenhydrate
|
=
1100 kcal
|
=
262 g
|
|
30% Fett
|
=
600 kcal
|
=
65 g
|
|
15%
Eiweiß
|
=
300 kcal
|
=
71 g
|
|
|
Bei einem Energiebedarf von 2000kcal pro
Tag sollten also Lebensmittel mit insgesamt 262g Kohlenhydraten, 65g Fett
und 71g Eiweiß verzehrt werden. Diese Zahlen sind Durchschnittswerte und
müssen nicht Tag für Tag 100%ig eingehalten werden, sondern sollten sich
im Wochenmittel ergeben. |
|
Vitamine, Mineralstoffe
und Ballaststoffe in der Ernährung
|
|
Vitamine, Mineralstoffe, Wasser und
Ballaststoffe sind weitere lebensnotwendige Nährstoffe, die täglich mit
der Nahrung zugeführt werden müssen. Sie enthalten, im Gegensatz zu den
Hauptnährstoffen Eiweiß, Fett und Kohlenhydraten keine Energie.
Die Empfehlungen für die
Flüssigkeitszufuhr sowie der Zufuhr an Ballaststoffen sollten möglichst
täglich eingehalten werden, während die Bilanz für die Zufuhr von
Mineralstoffen und Vitaminen im Rahmen einer Woche ausgeglichen sein
sollten. |
|
Ausreichend Nährstoffe
müssen es sein!
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|
Folgende Tabelle gibt Ihnen einen Überblick
über die empfohlene Zufuhr ausgewählter Nährstoffe pro Tag. Hierbei
handelt es sich um Mittelwerte im Alter von 25 bis unter 51 Jahren. |
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Tab. 2: Zufuhr ausgewählter
Nährstoffe:
|
|
Nährstoff
|
Menge
|
Zufuhr/Tag
|
|
(-gruppe)
|
|
männlich
|
weiblich
|
|
Eiweiß
|
15% der Energie
|
bzw. 0,8g/kg KG
|
bzw. 0,8g/kg KG
|
|
Fett
|
30% der Energie
|
Abhängig
von der Energiezufuhr
|
|
Kohlenhydrate
|
55% der Energie
|
Abhängig
von der Energiezufuhr
|
|
Ballaststoffe
|
g
|
30
|
30
|
|
Flüssigkeit
|
Liter
|
1,5 - 2
|
1,5 - 2
|
|
Vitamin A (ß-Carotin)
|
mg
|
6
|
5
|
|
Vitamin D
|
µg
|
5
|
5
|
|
Vitamin E
|
IE
|
21
|
18
|
|
Vitamin K
|
µg
|
70
|
60
|
|
Thiamin (Vit.B1)
|
mg
|
1,2
|
1,0
|
|
Riboflavin
(Vit.B2)
|
mg
|
1,4
|
1,2
|
|
Pyridoxin
(Vit.B6)
|
mg
|
1,5
|
1,2
|
|
Cobalamin
(Vit.B12)
|
µg
|
3,0
|
3,0
|
|
Niacin
|
mg NÄ
|
16
|
13
|
|
Folsäure
|
µg FÄ
|
400
|
400
|
|
Calcium
|
mg
|
1000
|
1000
|
|
Phosphor
|
mg
|
700
|
700
|
|
Magnesium
|
mg
|
350
|
300
|
|
Kalium
|
g
|
2-3
|
2-3
|
|
Eisen
|
mg
|
10
|
15
|
|
Jod
|
µg
|
200
|
150
|
|
Zink
|
mg
|
10
|
7
|
|
Selen
|
µ
|
30-70
|
30-70
|
|
|
G = Gramm g/kg KG = Gramm pro Kilogramm
Körpergewicht
IE = Internationale Einheiten mg
NÄ = Milligramm Niacin Äquivalente
=> 1mg NÄ = 60 mg Tryptophan
FÄ = Folat Äquivalente = Berechnet nach
der Summe folatwirksamer Verbindungen in der üblichen Nahrung
Quelle: Referenzwerte für die
Nährstoffzufuhr, D.A.CH, 1. Auflage S. 230ff.
|
|

|
|
Energie
|
|
Wozu braucht der
Organismus Energie?
|
|
Der menschliche Organismus braucht Energie
und Nährstoffe, um seine Funktionen aufrecht halten zu können.
Energie und Nährstoffe erhält der
Organismus mit der Nahrung, die im Verdauungstrakt aufgeschlossen und wo
die einzelnen Nährstoffe freigesetzt werden.
Folgende Aufgaben muß der menschliche
Körper erfüllen:
Erhaltung der Körperwärme
Aufrechterhaltung körperlicher
Funktionen (z.B. Gehen, Muskeltätigkeit, Verdauung, Organfunktionen
etc.)
Aufrechterhaltung geistiger Funktionen
Wachstum
Regeneration verlorengegangener
Körperbestandteile (z.B. Haut, Haare, Fingernägel)
Stoffwechseltätigkeiten
Die benötigte Energie erhält der
Organismus aus der Verstoffwechslung der Nahrungsbestandteile
Kohlenhydrate, Fett und zum Teil auch Eiweiß. Die
Stoffwechselendprodukte, die dabei entstehen werden über die Atmung, die
Nieren und den Darm ausgeschieden.
|
|
Der Energiebedarf des
menschlichen Körpers
|
|
Der Energiebedarf des Organismus ist von
Mensch zu Mensch und von Tag zu Tag verschieden.
Der Energiebedarf wird in zwei Gruppen
unterteilt:
|
|
Gesamtenergiebedarf
= Grundumsatz + Leistungsumsatz |
|
|
Grundumsatz (GU)
|
|
Der GU wird auch als
Ruhe-Nüchtern-Umsatz bezeichnet, er umfaßt die Energieproduktion zur
Aufrechterhaltung aller lebensnotwendigen Funktionen im Ruhezustand.
|
|
Der Grundumsatz ist die Energiemenge, die ein Mensch
in 24 Stunden in völliger Ruhe und im Liegen zur
Aufrechterhaltung der Körpertemperatur und für den
Grundstoffwechsel (Herztätigkeit, Atmung etc.) im Durchschnitt
benötigt. |
|
|
Die
wichtigsten Faktoren, die den GU beeinflussen
|
|
Alter
|
|
Geschlecht
|
|
Größe und Gewicht
|
|
Hormone (insbesondere Schilddrüse)
|
|
Prozentuale Körperzusammensetzung (Muskelmasse im Verhältnis zu
Fett und den Knochen)
|
|
Körperbau
|
|
Streß
|
|
Fieber
|
|
Medikamente
|
|
Klima
|
|
|
Der durchschnittliche
Grundumsatz wird üblicherweise mit 1kcal (4,2kJ) pro Kilogramm
Körpergewicht pro Stunde angegeben.
|
|
GU = 1 kcal/kg Körpergewicht/h |
|
|
Beispiel
|
|
Ein körperlich guttrainierter, 25jähriger
Mann mit einer Körpergröße von 1,85 m hat einen höheren GU als eine
mäßig trainierte 30jährige Frau, mit einer Körpergröße von 1,65 m. |
|
Leistungsumsatz
|
|
Jede Steigerung über den
Grundumsatz hinaus wird als Leistungsumsatz bezeichnet.
|
|
Leistungsumsatz = Arbeitsumsatz + Freizeitumsatz
|
|
|
Die
wichtigsten Faktoren, die den Leistungsumsatz bestimmen
|
|
Muskeltätigkeit (z.B. Sport, Bewegung)
|
|
Energiebedarf für Wachstum(bei Kindern, Jugendlichen und
Sportlern)
|
|
Wärmeregulation (bei unterschiedlichen Umgebungstemperaturen)
|
|
Verdauungstätigkeit
|
|
geistige Tätigkeit (nur geringe Mengen)
|
|
|
Berechnung des
Energiebedarfs
|
|
Angaben über die Höhe der Energiezufuhr
oder des Energiebedarfs erfolgen in Kalorien (kcal) oder in Joule (J).
|
|
1 kcal = 4,184
kJ
1000 kcal =
4,184 MJ (Megajoule)
1 kJ = 0,239
kcal
1MJ = 239 kcal |
|
|
Die gültige Einheit der Energie ist
Kilojoule, jedoch wird heute immer noch die Kilokalorie als Einheit
verwendet.
Wenn man kcal in kJ umrechnet, kann der
Wert auf „4“ abgerundet werden
(1 kcal = 4kJ).
|
|
Durchschnittliche Höhe
des Grundumsatzes je Tag
|
|
Tab. 3: Grundumsatz (GU, unter
Berücksichtigung von Geschlecht, Alter und Körpergewicht)
|
|
Alter |
Körpergewicht
(kg)
|
Grundumsatz
(MJ/Tag)
|
Grundumsatz
(kcal/Tag)
|
|
m
|
w
|
m
|
w
|
m
|
w
|
|
15
bis < 19 Jahre
|
67
|
58
|
7,6
|
6,1
|
1820
|
1460
|
|
19
bis < 25 Jahre
|
74
|
60
|
7,6
|
5,8
|
1820
|
1390
|
|
25
bis < 51 Jahre
|
74
|
59
|
7,3
|
5,6
|
1740
|
1340
|
|
51
bis < 65 Jahre
|
72
|
57
|
6,6
|
5,3
|
1580
|
1270
|
|
65
Jahre und älter
|
68
|
55
|
5,9
|
4,9
|
1410
|
1170
|
|
|
Quelle: Referenzwerte für die
Nährstoffzufuhr, D.A.CH, 1. Auflage S.25
|
|
Der Leistungsumsatz
|
|
Der Leistungsumsatz
schwankt je nach körperlicher Belastung erheblich
|
|
Tab. 4: Beispiele für den
durchschnittlichen täglichen Energieumsatz bei unterschiedlichen Berufs-
und Freizeittätigkeiten von Erwachsenen |
|
Arbeitsschwere
und Freizeitverhalten
|
Pal
|
Beispiele
|
|
Ausschließlich
sitzende oder liegende Lebensweise
|
1,2
|
Alte,
gebrechliche Menschen
|
|
Ausschließlich
sitzende Tätigkeit mit wenig oder keiner Freizeitaktivität
|
1,4-1,5
|
Büroangestellter,
Feinmechaniker
|
|
Sitzende
Tätigkeit, zeitweilig auch zusätzlicher Energieaufwand für
gehende und stehende Tätigkeiten
|
1,6-1,7
|
Laboranten,
Kraftfahrer, Studierende, Fließbandarbeiter
|
|
Überwiegend
gehende und stehende Arbeit
|
1,8-1,9
|
Hausfrauen,
Verkäufer, Kellner, Mechaniker, Handwerker
|
|
Körperlich
anstrengende berufliche Arbeit
|
2,0-2,4
|
Bauarbeiter,
Landwirte, Waldarbeiter, Bergarbeiter, Leistungssportler
|
|
|
1 PAL = (physical activity level),
durchschnittlicher täglicher Energiebedarf für körperliche Aktivität
als Mehrfaches des Grundumsatzes
2 Für sportliche Betätigung oder für
anstrengende Freizeitaktivitäten (30-60 Minuten, 4-5mal je Woche) können
zusätzlich pro Tag 0,3 PAL-Einheiten zugelegt werden.
Quelle: Referenzwerte für die
Nährstoffzufuhr, D.A.CH, 1. Auflage, S. 27 |
|

|
|
Das Körpergewicht
|
|
Die Energiezufuhr sollte dem Energiebedarf
angepaßt sein. Ist dies der Fall, spricht man von Normalgewicht.
Ist die Energiezufuhr nicht dem Bedarf
angepaßt, läßt sich das in der Regel am Körpergewicht ablesen.
Liegt die Energiezufuhr über dem Bedarf,
so nimmt man an Gewicht zu. Bei einer unzureichenden Energiezufuhr erfolgt
eine Gewichtsabnahme. Der Organismus erhält die Energie in diesem Fall
aus der Verbrennung der eigenen Fettreserven. |
|
Berechnung des Gewichts
|
|
Es bereitet Schwierigkeiten, für die
jeweilige Körperlänge das ideale Körpergewicht zu ermitteln, d. h. das
Gewicht anzugeben, bei dem die Begünstigung von Erkrankungen am
geringsten und folglich die Lebenserwartung am größten ist.
Zur Erfassung von Normalgewicht und
Übergewicht wurden folgende Größe Gewicht Indizes entwickelt.
Nach dem derzeitigen Wissensstand hat der
Body-Mass-Index (BMI) die größte Bedeutung. |
|

|
|
Body-Mass-Index
|
|
Tab. 5: BMI |
|
BMI
bei Männern
|
BMI
bei Frauen
|
Bewertung
|
|
unter
20
|
unter
19
|
Untergewicht
|
|
20
- 25
|
19
- 24
|
Normalgewicht,
wünschenswerter Bereich
|
|
25
- 30
|
24
- 29
|
leichtes
bis mittleres Übergewicht, das bei einer oder mehrere weiterer
Risikofaktoren einer Medizinischen Kontrolle bedarf
|
|
30
- 40
|
30
- 40
|
schweres
Übergewicht(Adipositas), das unabhängig von weiteren
Risikofaktoren einer medizinischen Kontrolle bedarf
|
|
über
40
|
über
40
|
massiv
gefährdendes Übergewicht (massive Adipositas)
|
|
|
|
BMI-Rechner
|
|
|
|
Tab. 6: Körpergewicht Erwachsener
mit Toleranzbereich bei verschiedener Körpergröße
|
|
Körpergröße
(cm) |
Körpergewicht
(kg)
|
|
Männer
|
Frauen
|
|
144
|
-
|
45,5
(39,5-50)
|
|
146
|
-
|
47
(40,5-51)
|
|
148
|
-
|
48
(41,5-52,5)
|
|
150
|
-
|
49,5
(42,5-54)
|
|
152
|
-
|
51
(44-54,5)
|
|
154
|
55,5
(47,5-59,5)
|
52
(45-57)
|
|
156
|
57
(48,5-61)
|
53,5
(46-58,5)
|
|
158
|
58,5
(50-62,5)
|
55
(47,5-60)
|
|
160
|
60
(51-64)
|
56,5
(48,5-61,5)
|
|
162
|
61,5
(52,5-65,5)
|
57,5
(50-60)
|
|
164
|
63
(54-67)
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59
(51-64,5)
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166
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65
(55-69)
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60,5
(52,5-66)
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168
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66,5
(56,5-70,5)
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62
(53,5-67,5)
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170
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68
(58,5-72,5)
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63,5
(55-69,5)
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172
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69,5
(59-74)
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