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Überschrift: Functional Food
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Letzte Änderung: 2002-09-18 | 07:08
Text des Artikels: (aid) - Jeder kennt sie aus dem Kühlregal - Lebensmittel mit einem
Werbeaufdruck, der z.B. eine Verbesserung der Darmflora verspricht.
Functional Food oder Funktionelle Lebensmittel sind laut einer Studie der
Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft (CMA)
zwischenzeitlich fest mit Begriffen wie Wellness, Lifestyle und Gesundheit
verbunden. Diese Lebensmittelgruppe ist längst kein Nischenprodukt mehr. Für
viele Hersteller steht die Entwicklung gerade erst am Anfang und die
deutschen Anbieter erwarten künftig grundlegende Veränderungen. Zwei Drittel
rechnen mit einer Substitution klassischer Produkte durch funktionelle
Lebensmittel.
Was sind aber diese funktionellen Lebensmittel und was bewirken sie?
Laut dem Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und
Veterinärmedizin (BgVV) gilt die Bezeichnung "funktionelle Lebensmittel" für
Produkte, die über ihre Ernährungsfunktion hinaus gesundheitlich bedeutsame,
physiologische Parameter beim Verbraucher langfristig und gezielt
beeinflussen sollen. Wie weit aber die Gesetzgebung den realen Bedingungen
in Sachen Kennzeichnung hinterherhinkt, skizzierte Dr. Alfred Hagen Meyer
von der TU München auf einem Symposium der Deutschen Gesellschaft für
Ernährung (DGE) am 11. und 12. September 2002. "Die schon seit mehreren
Jahren auf dem Markt befindlichen funktionellen Lebensmittel werden im
geltenden deutschen wie europäischen Recht nicht berücksichtigt", so Meyer.
Was die ernährungsphysiologische Bedeutung der funktionellen Lebensmittel
angeht, waren sich die Experten auf dem DGE-Symposium "Moderne Lebensmittel:
In Zukunft nur noch mit Zusatznutzen?" nicht einig. Prof. Helmut
Erbersdobler, Präsident der DGE, erklärte es müsse auf die Frage der
Anwendung von Functional Food mit Sorgfalt, Geduld und wissenschaftlichem
Sachverstand herangegangen werden. "So lange nicht genügend
wissenschaftliche Daten vorliegen, beschränken sich die Empfehlungen der DGE
auf eine vollwertige Ernährung mit viel Obst und Gemüse", resümierte
Erbersdobler. Die Verbraucher müssen sich also weiter in Geduld üben auf die
Frage "bringt´s was?".

aid, Harald Seitz
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