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Überschrift: Eisen und Zink: Schwangere mit Vollwertkost gut versorgt
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Letzte Änderung: 2002-05-14 | 05:05
Text des Artikels: Der erhöhte Bedarf an Spurenelementen in der Schwangerschaft kann durch die
Vollwert-Ernährung gedeckt werden. Das ergab eine Studie an 76
Vollwertköstlerinnen, die an der Universität Gießen durchgeführt wurde. Die
Konzentrationen der Eisenparameter Hämoglobin, Eisen und Ferritin im Blut
der Vollwertköstlerinnen lagen zwar unter denen einer Vergleichsgruppe, die
sich konventionell ernährte. Das Risiko für eine Eisenmangelanämie war
jedoch nicht erhöht. Auch auf den Zeitpunkt der Geburt und das
Geburtsgewicht der Kinder hatten die geringeren Eisenwerte keinen negativen
Einfluss.

Bei allen untersuchten Frauen waren die Eisenspeicher am Ende der
Schwangerschaft erschöpft. Schwangere, die mehr Fleisch, Fisch und Eier oder
Eisensupplemente zu sich nahmen, hatten etwas höhere Eisenwerte. Eine
weitere Möglichkeit, die Eisenaufnahme zu verbessern, stellt das Trinken von
Essigwasser dar. In einer Begleitstudie fand die Autorin heraus, dass
Schwangere, die dreimal täglich zu den Mahlzeiten 200 Milliliter Wasser mit
einem Teelöffel Honig und einem Esslöffel Obstessig tranken, etwas höhere
Hämoglobin- und Eisenwerte im Blut hatten. Lag zu Beginn der Schwangerschaft
bereits ein Eisenmangel vor, so reichte es jedoch nicht aus, Essigwasser
einzunehmen. Allerdings ist unter Experten strittig, welche Eisenwerte als
wünschenswert anzusehen sind. Einige Studien werten den Rückgang während der
Schwangerschaft als günstig, weil dadurch Bakterien weniger Eisen zur
Verfügung steht und somit bakterielle Infekte besser abgewehrt werden
können.
Gut wirkte sich die Vollwert-Ernährung auf den Zink- und Kupferstatus aus.
Vollwertköstlerinnen hatten sowohl höhere Zinkkonzentrationen im Haar als
auch höhere Kupferwerte im Blut als Mischköstlerinnen. Insgesamt ist die
Vollwert-Ernährung geeignet, den erhöhten Bedarf an Spurenelementen in der
Schwangerschaft zu decken, insbesondere, wenn die werdenden Mütter
gelegentlich auch Fleisch, Wurst und Fisch essen.

Kathi Dittrich

Quelle: Heins, U.: Einfluss der Kostform auf den Eisen-, Zink- und
Kupferstatus in der Schwangerschaft. Shaker Verlag, Aachen 2001
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