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Überschrift: Gesundheit von der Stange - Die Spargelsaison ist eröffnet
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Letzte Änderung: 2002-04-17 | 04:04
Text des Artikels: Oh, du schöne Spargelzeit - endlich ist es wieder so weit! Das zarte
Frühlingsgemüse ist am Markt und nur etwa zwei Monate dauert die Saison für
frischen, einheimischen Spargel. Um den Johannistag, den 24. Juni, holen die
Spargelbauern die letzten weißen Stangen aus dem Boden.
Absolute Frische ist das A und O beim Spargel. Morgens gestochen, ab zum
Markt und spätestens eine Stunde nach dem Kauf sind die wertvollen Stangen
im Topf. - Das ist das Optimum.
Wird der Spargel nicht gleich verarbeitet, sollte man die Verpackung
entfernen, die Stangen in ein feuchtes Tuch einwickeln und in den
Kühlschrank legen (Lagertemperatur: 5 - 10 °C). Ungeschält ist er auf diese
Weise etwa 2 - 3 Tage ohne große Aromaverluste haltbar.
Frischer Spargel ist an einem fest geschlossenen Kopf und saftigen
Schnittenden zu erkennen. Außerdem brechen die Stangen leicht und quietschen
beim Aneinanderreiben. Ein geöffneter Kopf, ausgetrocknete Schnittenden und
ein leicht säuerlicher Geruch sind dagegen eindeutige Zeichen fehlender
Frische.
Auch wenn Spargel wegen seines unvergleichlichen Aromas genossen wird, die
Gourmet-Stangen haben auch ernährungsphysiologisch einiges zu bieten. Der
botanische Name Asparagus officinalis (lat. = Arznei) deutet schon darauf
hin. Chinesen, Römer und Griechen verschrieben ihn als Arznei gegen allerlei
gesundheitliche Unpässlichkeiten. In neuzeitlichen Daten ausgedrückt: In
einer Portion (500 Gramm) stecken nur 85 Kilokalorien, aber immerhin 7,5
Gramm Ballaststoffe. Eine Portion kann den täglichen Bedarf an Vitamin C und
Folsäure zu über 100 Prozent decken, an Vitamin E zu 90 und an den Vitaminen
B1 und B2 immerhin zu etwa 50 Prozent. Zudem besticht Spargel durch seinen
Gehalt an Kalium, Kalzium und Eisen. Nicht zu vergessen die Asparaginsäure,
Kaliumsalze und ätherischen Öle, die gemeinsam die Nierentätigkeit fördern
und zu einer erhöhten Wasserausscheidung beitragen. Neuere Studien weisen
außerdem darauf hin, dass der Spargel bioaktive Substanzen enthält, die sich
hemmend auf Krebs erregende Stoffe auswirken. Dazu zählen Saponine, aber
auch die Farbstoffe des grünen und violetten Spargels.

aid, Rüdiger Lobitz
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