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| Überschrift: | SPORT BEI HOHEN OZONWERTEN FÖRDERT ASTHMA |
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| Letzte Änderung: | 2002-04-11 | 04:59 |
| Text des Artikels: | Kinder und Jugendliche, die in Gebieten mit hohen Ozonwerten leben und Sport treiben, haben ein erhöhtes Risiko, an Asthma zu erkranken. Wissenschaftler der Universität Süd-Kalifornien untersuchten 3535 Kinder über einen Zeitraum von fünf Jahren. Als hoch belastet stuften sie Gemeinden mit Spitzenwerten über 70 ppb (parts per Billion) Ozon und Tageswerten über 55 ppb ein. Kinder, die in ozonbelasteten Gegenden mindestens drei Sportarten ausübten bzw. sich viel an der frischen Luft aufhielten, zeigten eine erhöhte Anfälligkeit für Asthma. Sie erkrankten dreimal häufiger an der Atemwegserkrankung als Kinder, die keinen Sport trieben. Bei keinem der Untersuchungsteilnehmer lag eine familiäre Veranlagung für Asthma vor. In Gegenden mit niedrigen Ozonwerten in der Luft war das Asthmarisiko dagegen selbst bei sportlich sehr aktiven Kindern nicht erhöht. Andere Luftschadstoffe wie Stickoxide oder Luftpartikel hatten kaum einen Einfluss auf die Asthmahäufigkeit. Die negativen Auswirkungen des Ozons erklären sich die Wissenschaftler folgendermaßen: Menschen, die Sport treiben, haben sowohl eine höhere Atemfrequenz als auch eine intensivere Atmung. Dadurch gelangt mehr ozonhaltige Luft in Bereiche der Lunge, die besonders anfällig sind. Der Aufenthalt tagsüber im Freien wirkte sich besonders schädlich aus, weil die Ozonkonzentration dann vermutlich höher ist als nachts und in geschlossenen Räumen. Kathi Dittrich Quelle: McConnell, R. et al.: Asthma in exercising children exposed to ozone: a cohort study. In: The Lancet 359, February 2, p. 386-391, 2002 |
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