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Überschrift: Kinder lieben Süßigkeiten - Tipps für das "richtige" Naschen
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Letzte Änderung: 2002-04-03 | 03:37
Text des Artikels: (aid) - Kinder dürfen naschen, aber in Maßen. Süßigkeiten gehören in der
optimierten Mischkost für Kinder (optimiX) zu den sogenannten geduldeten
Lebensmitteln. Ein Zehntel der Gesamtenergie ist bei Kindern für zucker- und
fettreiche Süßwaren einschließlich Haushaltszucker "reserviert". Für vier-
bis sechsjährige Kinder sind dies zum Beispiel: eine Kugel Eiscreme und ein
Teelöffel Marmelade, 20 Salzstangen und ein gestrichener Teelöffel
Nuss-Nougat-Creme, fünf Stückchen Schokolade oder ein kleines Stück
Marmorkuchen.
In Kinderaugen ist das nicht gerade viel und so ist es notwendig, für das
Naschen einige Regeln aufzustellen, die von Fachleuten als "gelenktes
Naschen" bezeichnet werden:
Süßigkeiten ganz zu verbieten wäre der falsche Weg, denn was verboten ist
hat einen besonderen Reiz und führt dazu, dass entweder heimlich oder völlig
maßlos genascht wird. Die Gesundheits- argumente der Eltern sind meist auch
nicht besonders effektiv. Der Zusammenhang zwischen Süßigkeiten und Karies
sollte dagegen frühzeitig vermittelt werden. Kinder sind meist schon an
einen süßen Geschmack und häufiges Naschen gewöhnt. Hier ist es sinnvoll,
den Zuckerzusatz und den Süßigkeitenkonsum schrittweise zu reduzieren.
Kinder lieben Rituale. Legen Sie eine Naschzeit fest. Danach gründlich Zähne
putzen. Legen Sie eine Tages- oder Wochenration fest. Lassen Sie das Kind
dabei selber aussuchen und eventuell auch abwiegen. Ist diese Portion
aufgegessen, gibt es keinen Nachschub. Dafür sollte jedes Kind sein eigenes
Schälchen bekommen. Lassen Sie keine Süßigkeiten offen herumliegen und
naschen auch Sie nicht zwischendurch.
Süßigkeiten sollten nicht vor dem Essen verzehrt werden. Das verdirbt den
Appetit auf die Hauptmahlzeit. Zur optimalen Kariesvorsorge wäre es am
sinnvollsten, die Kinder erhielten ihre erlaubten Süßigkeiten direkt nach
dem Essen. Danach folgt dann das Zähneputzen. Hier muss die Erfahrung
zeigen, ob dies sinnvoll ist oder ob die Aussicht auf diesen süßen Nachtisch
die Kinder meist überraschend schnell satt sein lässt.
Ersetzen Sie Süßigkeiten häufiger durch eine süße Zwischenmahlzeit wie
Fruchtquark, Fruchtjogurt, Obstsalat oder Obst. Das verringert den Hunger
auf Süßigkeiten.
Lassen Sie Ausnahmen zu: An Weihnachten, Ostern oder Karneval darf es ruhig
mal etwas mehr sein.
Das Umfeld der Kinder muss mitmachen: Der Kindergarten sollte
süßigkeitenfreie Zone sein. Die Verwandtschaft sollte akzeptieren, dass
geschenkte Süßigkeiten erst mal ins "Depot" wandern und nicht direkt
vernascht werden. Aber auch hier sollten Ausnahmen möglich sein. Naschen
kann bei den Großeltern anders gehandhabt werden als zu Hause.

aid, Heike Rapp
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