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Überschrift: Vitamine
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Letzte Änderung: 2002-03-30 | 01:52
Text des Artikels: Vitamin A (Retinol)
Fettlösliches Vitamin, das für den Sehvorgang, Wachstum, Fortpflanzung und die Schleimhäute von Bedeutung ist. Wichtige Anzeichen von Vitamin-A-Mangel sind Nachtblindheit sowie Austrocknung und Schuppung der Haut und Schleimhäute. Eine stark überhöhte Zufuhr von Vitamin A führt zu schweren gesundheitlichen Schäden. Der Vitamin-A-Bedarf wird direkt durch Lebensmittel tierischer Herkunft und durch das Provitamin A (Carotinoide) der pflanzlichen Lebensmitteln gedeckt. Vitamin A findet sich in Lebertran und Leber, Provitamin A insbesondere in Karotten.

Vitamin B1 (Thiamin)
Wasserlösliches Vitamin, das zur Gruppe der B-Vitamine gehört. Es ist für den Stoffwechsel der Kohlenhydrate von großer Bedeutung. Ein Mangel an Vitamin B1 führt zu Gewichtsverlust, Appetitlosigkeit, Muskelschwäche, Herzbeschwerden und psychischer Labilität (Konzentrationsschwäche, Reizbarkeit, Depressionen). Ein leichter Mangel an Vitamin B1 tritt auch bei unseren Ernährungsgewohnheiten gelegentlich auf. Vitamin B1 kommt in den meisten Lebensmitteln nur in geringen Mengen vor. Die höchsten Konzentrationen finden sich in Vollgetreide, Innereien, magerem Schweinefleisch und Hefe. Auszugsmehl enthält dagegen nur wenig Vitamin B1.

Vitamin B2 (Riboflavin)
Wasserlösliches Vitamin, das zur Gruppe der B-Vitamine gehört und wesentliche Funktionen im Energiestoffwechsel aller Körperzellen hat. Ein Mangel an Vitamin B2 führt unter anderem zu entzündlichen Hautveränderungen, Wachstumshemmung und in schweren Fällen zu Blutarmut (Anämie). Vitamin B2 ist besonders in Milch, Käse, Fleisch, Eiern, Getreideerzeugnissen sowie in Leber und Seefischen enthalten.

Vitamin B6 (Pyridoxin)
Wasserlösliches Vitamin, das zur Gruppe der B-Vitamine gehört und in jeder Körperzelle an vielfältigen Reaktionen, besonders im Stoffwechsel von Aminosäuren und Proteinen beteiligt ist. Ein Mangel an Vitamin B6 führt zu Hautveränderungen, Übererregbarkeit, Krämpfen und zu Blutarmut (Anämie). Leber, Vollkornprodukte, Nüsse, Hefe und Bananen sind sehr gute Vitamin-B6-Quellen.

Vitamin B12 (Cobalamin)
Wasserlösliches Vitamin, das zur Gruppe der B-Vitamine gehört. Es ist Bestandteil einiger Enzyme und dabei unter anderem an der Bildung der roten Blutkörperchen (Erythrozyten) beteiligt. Ein fortgeschrittener Vitamin-B12-Mangel führt zu Blutarmut mit charakteristisch übergroßen roten Blutkörperchen (Anämie). Da Vitamin B12 nur von Mikroorganismen gebildet werden kann, kommt es nur in tierischen Lebensmitteln vor. Der bei weitem höchste Gehalt an Vitamin B12 findet sich in Leber. Mit großem Abstand folgen Fisch, Eier, Milch und Käse. In Lebensmitteln pflanzlicher Herkunft findet sich auch Vitamin B12, wenn diese einer bakteriellen Gärung unterworfen waren (z.B. Sauerkraut).

Vitamin C (Ascorbinsäure)
Wasserlösliches Vitamin, das insbesondere für die Bildung von Bindegewebe und Knorpel von Bedeutung ist, die Wundheilung fördert und die Resorption von Eisen begünstigt. Es ist nach wie vor umstritten, ob Vitamin C die Abwehrkräfte des Körpers gegen Infekte stärkt. Massiver Vitamin-C-Mangel führt zu Skorbut, der heute sehr selten ist. Besonders reich an Vitamin C sind Sanddorn, Johannisbeeren, Kiwi, Tomaten, Paprika und Zitrusfrüchte. Kartoffeln sind, da sie in relativ großen Mengen und regelmäßig verzehrt werden, ebenfalls sehr wichtige Vitamin-C-Lieferanten.

Vitamin D (Calciferol)
Fettlösliches Vitamin, das die Aufnahme (Resorption) von Calcium und Phosphat aus dem Darm fördert. Außerdem ist Vitamin D an der Mineralisierung des Knochens beteiligt. Mangel an Vitamin D führt zu mangelnder Mineralisierung der Knochen. Bei Kindern führt dies zu Rachitis und im Erwachsenenalter zu Osteomalazie. In hoher Konzentration kommt Vitamin D nur in Leberfett von Meeresfischen vor. Es darf aber verschiedenen Lebensmitteln (z.B. Margarine) bei der Herstellung zugegeben werden. Der Körper bildet auch selbst durch Einwirkung von UV-Licht in der Haut Vitamin D. Eine stark überhöhte Vitamin-D-Zufuhr kann zu einer Hypervitaminose und damit verbunden zu Knochenverformungen führen.

Vitamin E (Tocopherol)
Fettlösliches Vitamin, dessen Funktion noch nicht vollständig geklärt ist. Es schützt den Organismus unter anderem vor schädlichen Oxidationen und stabilisiert die Zellmembranen. Bei gesunden Menschen tritt praktisch kein Vitamin-E-Mangel auf. Hohe Vitamin-E-Gehalte finden sich in Weizenkeimöl, Maisöl, Sonnenblumenkernen und -öl, Mandeln und Sojaöl.

Vitamin K
Fettlösliches Vitamin, das vor allem an der Bildung der Blutgerinnungsfaktoren beteiligt ist. Entsprechend führt ein Mangel an Vitamin K zu einer erhöhten Blutungsneigung. Die Bakterien der Darmflora sind in der Lage große Mengen an Vitamin K zu bilden. Dies trägt zumindest teilweise zur Bedarfsdeckung bei. Vitamin K ist außerdem reichlich in Blattgemüse und Leber enthalten. Ein Vitamin-K-Mangel ist praktisch unbekannt. Verschiedene Substanzen, die die Blutgerinnung hemmen (z.B. Markumar), wirken als Gegenspieler des Vitamin K.

Niacin (Nicotinsäure, Nicotinsäureamid)
Wasserlösliches Vitamin, das zur Gruppe der B-Vitamine gehört. Niacinmangel ist sehr selten. Lediglich bei Alkoholikern tritt er häufig auf. Die klassische Niacinmangelkrankheit ist Pellagra. Sie trat früher in den Ländern auf, in denen die Bevölkerung sich hauptsächlich von Mais ernährte. Die wichtigsten Symptome betreffen die Haut (Schuppung der Haut, vor allem an Stellen, die dem Sonnenlicht ausgesetzt sind), Verdauungstrakt (Durchfälle, Erbrechen) und das Nervensystem. Reich an Niacin sind Fleisch, insbesondere Innereien, Fisch und Vollkornprodukte

Pantothensäure
Wasserlösliches Vitamin, das zur Gruppe der B-Vitamine gehört. Sie spielt eine zentrale Rolle im Stoffwechsel. Pantothensäure ist praktisch in allen Nahrungsmitteln enthalten. Besonders hoch ist der Gehalt in Hefe, Leber, Niere, Vollkornerzeugnissen und Hülsenfrüchten. Pantothensäuremangel wurde beim Menschen noch nicht beobachtet.

Folsäure
Wasserlösliches Vitamin, das zu den B-Vitaminen gehört. Folsäuremangel tritt häufig bei Jugendlichen, jungen Frauen und älteren Menschen auf. Er führt zu Störungen bei der Blutbildung (Anämie), Schleimhautveränderungen und kann Störungen der Fortpflanzung verursachen. Schwangere und Stillende haben einen erhöhten Bedarf an Folsäure. Reich an Folsäure sind grüne Gemüse, Kartoffeln, Milch und insbesondere Leber.

Biotin (veraltet: Vitamin H)
Wasserlösliches Vitamin, das zu den B-Vitaminen zählt und im Kohlenhydrat- und Eiweißstoffwechsel eine wichtige Rolle spielt. Biotin kommt in zahlreichen Lebensmitteln (besonders in Leber, Erdnüssen, Hefe, Eiern und Haferflocken) vor und wird auch durch die Darmflora gebildet. Biotin-Mangel tritt beim Menschen praktisch nicht auf.

Antioxidantien (Antioxidationsmittel)
Substanzen, die den Verderb von Lebensmittelbestandteilen durch Luftsauerstoff verhindern oder verzögern. Es gibt natürliche (Vitamin C, Vitamin E) und künstlich hergestellte (Ameisensäure, Benzoesäure).
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