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Überschrift: Im Kampf gegen Lebensmittelallergien, Erfolgschancen durch Vorbeugung!
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Letzte Änderung: 2001-06-13 | 07:52
Text des Artikels: (aid) - Immer mehr Menschen werden von Allergien aller Art geplagt. Die Zahl
der Betroffenen hat in den letzten Jahren stark zugenommen und scheint auch
weiterhin zu steigen. Dabei sind allergische Reaktionen auf Lebensmittel
zwar nicht so haeufig wie Pollen- und Milbenallergien, sie gewinnen aber
zunehmend an Bedeutung und treten in erster Linie bei Kindern auf. Dies
liegt haeufig an zu fruehem Zufuettern von Fremdeiweiss (Kuhmilch, Soja, Ei,
Getreide) im Saeuglingsalter sowie an der Veraenderung und Vielfalt unseres
Lebensmittelangebotes. Hierauf weist der Auswertungs- und Informationsdienst
fuer Ernaehrung, Landwirtschaft und Forsten (aid) e. V., Bonn, hin. Die
Veranlagung eine Allergie zu entwickeln, wird vererbt, ausgeloest wird sie
oft erst spaeter durch den Kontakt mit moeglichen Allergieausloesern. Der
aid raet daher einer Allergie bereits im Vorfeld durch vorbeugende
Massnahmen entgegenzutreten; vor allem, wenn durch Vererbung ein erhoehtes
Risiko besteht. Dies kann zwar keinen absoluten Schutz vor Allergien bieten,
sie aber eventuell abschwaechen. Ernaehrungsempfehlungen diesbezueglich gibt
es bereits fuer die Stillzeit und darauf aufbauend insbesondere fuer die
ersten Lebensmonate. In diesen sind die Verdauungsfunktionen und das
Immunsystem des Saeuglings noch nicht voll ausgereift, so dass koerperfremde
Eiweisse das Risiko eine Allergie zu entwickeln enorm steigern. Besondere
Beachtung sollten dabei Lebensmittel finden, die bekannt dafuer sind,
haeufig eine Allergie auszuloesen; so unter anderem Kuhmilch, Soja oder auch
Nuesse. Selten hingegen loesen Lebensmittel wie Fleisch, Reis oder
Blattsalate Allergien aus. Allgemein laesst sich sagen, dass Stillen die
beste Praevention in den ersten sechs Monaten ist, da Muttermilch auch
Immunstoffe liefert. Mit der Beikost sollte erst danach begonnen werden,
wobei Kuhmilch, Eier, Fisch, Nuesse, Soja, Weizenmehl und auch Schokolade
bzw. Kakao zunaechst (1. Lebensjahr) gemieden werden sollten. Der Speiseplan
kann pro Woche um ein Lebensmittel erweitert werden, um unnoetige
Abwechslung zu vermeiden und festzustellen, ob das Kind ein Lebensmittel
vertraegt oder nicht, so der aid. Waehrend der Schwangerschaft ist keine
spezielle Diaet notwendig, eine ausgewogene, vitamin- und mineralstoffreiche
Kost genuegt. In der Stillzeit sollte jedoch eine bewusste
Lebensmittelauswahl dahingehend stattfinden, dass oft allergieausloesende
Lebensmittel vermieden werden. Beruecksichtigt man diese Aspekte, lassen
sich gute Erfolge mittels der Praevention erzielen. Kommt es zur Entwicklung
einer Lebensmittelallergie, erweist sich die Diagnose oftmals als schwierig,
da die Symptome selten direkt mit dem ausloesenden Lebensmittel in
Verbindung gebracht werden koennen. Hilfreich fuer den behandelnden Arzt
koennen an dieser Stelle Ernaehrungs- und Symptomtagebuecher sein.

aid, Nadine Schulze

http://www.aid.de
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